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Erkrankungen der Muskulatur

Es gibt Muskelentzündungen, die einerseits durch ein Trauma, wie einen Schlag ausgelöst werden können, es können aber auch manchmal Bakterien die Ursache sein. Der betroffene Bereich ist geschwollen, warm und schmerzhaft. Hier ist die physikalische Therapie am besten, also Massage, Akupressur und Akupunktur sowie Magnetfeldtherapie. Besonders gute Erfolge erzielt man mit einer Softlaserbehandlung, die sowohl die Schmerzhaftigkeit deutlich bessert, als auch einen beschleunigten Rückgang der Entzündung bewirkt. Außerdem ist eine solche Behandlung dopingfrei, was während der Turniersaison durchaus eine Rolle spielt.
Jeder Reiter kennt das Schreckgespenst „Kreuzverschlag“, auch das eine Erkrankung der Muskulatur. Zum Glück kommt der klassische Kreuzverschlag ( auch Feiertagskrankheit oder monday morning sickness) heute kaum noch vor, da inzwischen jeder weiß, dass ein Pferd regelmäßig bewegt und die Kraftfutterration der Arbeit angepaßt werden muß. Sollte ein Kreuzverschlag doch einmal auftreten, weil ein Pferd über Nacht ausgebüxt ist und sich über den Haferwagen hergemacht hat, muß unverzüglich der Tierarzt gerufen werden, denn es handelt sich um eine ernste, wenn nicht entsprechend therapierte, auch lebensbedrohliche Erkrankung! Auch hier können in der Rekonvaleszenz die alternativen Methoden wie Softlaser und vor allem Magnetfeldtherapie die Heilung deutlich beschleunigen.

Die häufigtsen muskulären Probleme beim Reitpferd sind jedoch solche, die durch den Reiter verursacht sind. Auch ein schlecht sitzender Sattel kann enorme Probleme auslösen. Pferde, die ständig die Rückenmuskulatur wegen eines schlecht sitzenden Reiters oder falsch angepassten Sattels anspannen müssen, verkrampfen über kurz oder lang die Rückenmuskulatur. Bemerkt der Reiter dies nicht oder kann er es nicht ausgleichen, indem er sein Pferd wieder in die Tiefe über den Rücken arbeitet, entsteht ein Teufelskreis: Schlecht sitzender Reiter - verkrampfte Muskulatur - Reiter kann noch weniger sitzen - Pferd verspannt den Rücken noch mehr ....

Ein ähnliches Resultat entsteht, wenn der Reiter versucht, das Pferd in eine bestimmte Haltung zu zwingen ( z.B. Aufrichtung des Dressurpferdes ), ohne dies durch korrekte Ausbildung vorzubereiten. Ganz allgemein kann man sagen, dass jegliche Überforderung des Pferdes - im Übrigen auch eine psychische! - zur Verspannung der Rückenmuskulatur führt und erhebliche Probleme verursachen kann, wenn der Reiter dies nicht bemerkt und sein Pferd entsprechend gymnastiziert, damit es den gestellten Anforderungen gewachsen ist.
Ist das Rückenproblem, sprich die Verspannung und oft auch schon Entzündung der Muskulatur erst einmal aufgetreten, tut sich auch ein guter und einfühlsamer Reiter schwer, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, insbesondere wenn das Training nicht drastisch zurückgefahren werden soll, weil man ja mitten in der Saison steckt....

Hier kann der Tierarzt sehr gut helfen, denn jetzt muß zunächst der Teufelskreis - Schmerz - Verspannung - mehr Schmerz - noch mehr Verspannung - erst einmal durchbrochen werden, dann kann die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Im Laufe der Jahre habe ich eine spezielle Rückentherapie entwickelt, so daß ich in den seltensten Fällen Medikamente einsetze (auch zur Vermeidung von Wartezeiten und Doping!), sondern stattdessen insbesondere mit Softlasertherapie und Akupunktur in Verbindung mit Magnetfeldtherapie arbeite. Schon nach der ersten Behandlung ist in der Regel eine enorme Verbesserung zu spüren, der Reiter kann sein Pferd wieder arbeiten, wobei meist - zumindest für einige Tage - die Reitweise etwas umgestellt werden muß.
Erst wenn die Rückenmuskulatur nach der Behandlung wieder gestärkt und entsprechend den gewünschten Anforderungen aufgebaut ist, kann das Training mit Erfolg fortgeführt werden.

Deshalb gehört für mich zu einer Rückenbehandlung erst einmal eine genaue Untersuchung dazu, die außer der Untersuchung des Pferdes in Ruhe wie in allen Gangarten auch eine Sattelanprobe und oft auch ein Vorreiten des Pferdes beinhaltet.

Gemeinsam sollten so Reiter und Tierarzt das Problem erarbeiten und erkennen, um dann auch gemeinsam eine erfolgreiche Therapie durchführen zu können. Ich versuche immer, während der Therapie - meist zwischen drei und fünf Behandlungen - ständig Rücksprache mit dem Reiter zu
halten, um so den Heilungsverlauf zu beobachten und den Therapieerfolg besser beurteilen zu können.

Aufbau der Muskulatur Erkrankungen der Wirbelsäule