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Erkrankungen der Wirbelsäule

Erkrankungen der Wirbelsäule sind z.B. Frakturen einzelner Wirbel; diesem Krankheitsbild geht in der Regel ein traumatisches Geschehen, sprich ein Unfall voraus.
Bei Frakturen im Bereich der Halswirbelsäule zeigt das Pferd hochgradige Schmerzen, der Hals wird je nach Fraktur gestreckt nach oben oder gesenkt nach unten gehalten oder es kommt zur Verkrümmung und Schiefhaltung. Des Weiteren können je nachdem, ob Rückenmark oder abgehende Nerven mit betroffen sind, Lähmungserscheinungen, Ataxien bis hin zu Zusammenbrechen der Patienten auftreten.
Bei minder schweren Fällen von Wirbelfrakturen besteht eine Heilungschance; der Patient wird vom Tierarzt mit schmerz- und entzündungslindernden Mitteln unterstützt; ein operativer Eingriff an der Halswirbelsäule ist - wenn auch schwierig- so doch erfolgversprechend.
Frakturen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule haben fast immer so schwerwiegende Auswirkungen, dass die Prognose sehr schlecht ist.

Anders allerdings bei Frakturen der Dornfortsätze, was v.a. im Bereich der Brustwirbelsäule ( Widerrist, Sattellage ) infolge von Stürzen vorkommen kann.
Die betroffene Stelle ist schmerzhaft, geschwollen und warm, eventuell können die Bruchstücke getastet werden; wenn nur ein Dornfortsatz betroffen ist, reagiert das Pferd oft „nur“ wie bei entzündeter Muskulatur; eine Röntgenkontrolle empfiehlt sich deshalb immer.
In manchen Fällen stabilisieren sich die Dornfortsätze selbst wieder durch Bildung einer relativ belastbaren Gewebsverbindung zwischen den Frakturstücken. Dies dauert allerdings in der Regel 6 bis 12 Monate.
In manchen Fällen verschieben sich die frakturierten Stücke aber so sehr, dass eine neue, stabile Verbindung nicht zustande kommt. Hier kann eine operative Entfernung der Bruchstücke erfolgen und die Heilungsaussichten sind duchaus gut.

Eine weitere Erkrankung im Bereich der Brustwirbelsäule ist das sogenannte Phänomen der „Kissing Spines“. Hier kommt es durch zu frühe oder zu starke Belastung des Pferdes dazu, dass sich die Wirbelsäule im Bereich der Sattellage nach unten durchdrückt und so die Dornfortsätze der Brustwirbel in Berührung kommen. An diesen Stellen kommt es zur Entzündung, was sehr schmerzhaft ist, bei chronischem Weiterbestehen der Situation kommt es zu knöchernen Verbindungen zwischen den Dornfortsätzen; die Wirbelsäule ist dann in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt. Außerdem führt das Entzündungsgeschehen zu starken Schmerzen und extremen Muskelverspannungen.
Rechtzeitig erkannt, kann dem Pferd zunächst durch entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente geholfen werden; dann jedoch muß eine physiotherapeutische Behandlung erfolgen, um die Muskulatur erst zu lockern, dann zu dehnen, damit sich die Wirbelsäule wieder physiologisch bewegen kann. Ganz wichtig ist es danach bei solchen Patienten, die Muskulatur im Rücken gezielt aufzubauen und bei der weiteren Nutzung als Reitpferd stets darauf zu achten, dass der Rücken des Pferdes aufgewölbt wird und schwingt. Solche Patienten benötigen oft regelmäßige Unterstützung, z.B. Magnetfeldtherapie oder Akupunktur.

Weniger dramatisch, ja sogar oft subklinisch äußern sich geringgradige Subluxationen im Bereich der Wirbelsäule. Hier fällt die verspannte und schmerzhafte Rückenmuskulatur auf, da das Pferd versucht, die schmerzhafte Bewegung durch Anspannung der Muskeln zu vermeiden.
In einem solchen Fall muß meist zunächst die Muskulatur behandelt werden, ist diese gelockert, kann nun gezielt die Wirbelsäule untersucht werden. Hier ist der Osteotherapeut oder Chiropraktiker gefragt, der durch gezielte passive Bewegungen der Extremitäten in Einbeziehung der Wirbelsäule die Blockade beheben kann. Im Anschluß empfiehlt sich weitere physiotherapeutische Betreuung des Patienten zur Regeneration der Muskulatur, um Rückfällen vorzubeugen; auch die Akupunktur hat sich hier bewährt.
Ein gerade bei Westernpferden relativ häufig auftretendes Problem infolge des Reinings ist die Subluxation des Kreuzbeindarmbeingelenkes, welches die Wirbelsäule mit dem Becken verbindet.
Es kommt zu einer Instabilität dieses Gelenkes, dadurch zu Entzündung und Schmerzhaftigkeit.
Dem Reiter fällt die Steifheit der Hinterhand auf, welche Folge der Muskelverspannung ist, durch die das Pferd versucht, wieder eine Stabilität herzustellen.

Bei chronischem Bestehen einer solchen Subluxation zeigt das Pferd deutlichen Leistungsabfall und immer wieder sporadisch auftretende, auch wechselnde, mehr oder weniger starke Lahmheiten.
Die Therapie besteht in ca. 6-monatiger Pause, um den am Gelenk geschädigten Bändern die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren und so das Gelenk wieder zu festigen. Nachdem die Lahmheit verschwunden ist, muß dem Pferd nochmals eine Zeitspanne von mindestens zwei Monaten

gewährt werden, bevor es vorsichtig wieder antrainiert werden kann. Auch hier können alternative Methoden wie Magnetfeldtherapie oder auch Akupunktur den Heilungsprozess des Bandapparates unterstützen und insbesondere die Regeneration der entzündeten Muskulatur beschleunigen.

Erkrankungen der Muskulatur Sypmtome